Was duftet denn da so herrlich? Natürlich ist es Ihr Balkon mit wild-würzigen Kräutern! Rosmarin, Basilikum und Oregano erinnern an die letzten Ferien in Italien. Thymian und Schnittlauch spriessen aus dem Boden und verspriesen einen Hauch von Frühling.

Erfahren Sie hier, wie Sie mit ein paar Tricks Ihr eigenes Kräuterreich auf dem Balkon schaffen

Ran an die Kräuter: Klassiker im Detail!

Basilikum:

Basilikum ist ein Klassiker der italienischen Küche. Basilikum Pflanzen sind relativ anspruchsvoll. Sie braucht viel Wasser und Nährstoffe, um den ganzen Sommer über eine reiche Ernte zu gewährleisten.

Ernten Sie nicht nur einzelne Blätter, aber entfernen Sie auch nicht zu viel – Basilikum mag das überhaupt nicht. Idealerweise sollten Sie die Spitze der Knospe etwa 5 cm lang abschneiden.

Rosmarin:

Rosmarin gehört zu den Kräutern des mediterranen Balkons und mag es besonders sonnig und trocken. Sie benötigt nur wenig Wasser und kommt mit längeren Trockenperioden gut zurecht.

Rosmarin lässt sich am besten durch Stecklinge vermehren. Denn die Aussaat dauert lange und ist oft erfolglos. Im Herbst schneiden Sie ihn gut zurück und schicken ihn in die wohlverdiente Winterpause.

Thymian:

Thymian ist eine relativ unkomplizierte Pflanze, und kommt aus der Ecke der Heilkräuter. Sie mag es gerne sonnig und wächst am besten auf trockenen Sandböden.

Im Herbst den Thymian ordentlich zuschneiden und die einzelnen Zweige gut austrocknen lassen. So haben Sie den ganzen Winter über Thymian für einen leckeren Tee, oder können einer kommenden Erkältung frühzeitig den Kampf ansagen.

Petersilie:

Petersilie ist neben Schnittlauch eines der beliebtesten Küchenkräuter. Es gibt viele verschiedene Sorten, von Blattpetersilie bis Wurzelpetersilie.

Ähnlich wie Minze benötigt auch Petersilie relativ viel Platz. Sie bildet recht tiefe Wurzeln aus, weshalb der Topf gerne etwas tiefer sein darf. Die Pflanze braucht viel Wasser, mag aber Staunässe überhaupt nicht.

Sie wächst am besten im Halbschatten. Bei zu viel Sonne werden die Blätter gelb, und die entsprechende Ernte fällt geringer aus. Ernten Sie einzelne Blätter, oder schneiden Sie die ganze Pflanze zurück.

Oregano:

Oregano ist ein weiterer Klassiker der italienischen Küche. Denn eine Pizza ohne Oregano ist keine richtige Pizza!

Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und trockene, nährstoffarme Erde. Die Blätter können Sie den ganzen Sommer über pflücken und daraus italienische Köstlichkeiten zubereiten. Sie können sogar die lila Blüten essen.

Schnittlauch:

Bis auf wenige Ausnahmen verträgt sich Schnittlauch nicht mit anderen Kräutern. Sie benötigt einen nährstoffreichen und stets leicht feuchten Boden. Bei der Ernte wird die Pflanze radikal beschnitten – keine Sorge, sie wächst sehr schnell wieder nach.

Wie Oregano-Blätter bildet auch Schnittlauch lila Blüten, die man bedenkenlos essen kann. Sie sind ein echter Hingucker für frische Sommersalate und peppen deren Geschmack auf.

Kräuterernte
Werden die Kräuter richtig angepflanzt, hat man jedes Jahr eine grosse Ernte.

Genug geredet, jetzt geht es an die Arbeit! Der Kräutergarten legt sich bekanntlich nicht von alleine an.

Ob mediterran oder heimisch, viele Kräuter finden ihren Platz auf Ihrem Balkon. Aber vergessen Sie nicht: Jedes Pflänzchen hat seine eigenen Besonderheiten und braucht viel Aufmerksamkeit. Ihre Kräuter werden es Ihnen mit einem betörenden Duft, und einer reichen Ernte danken.